Asana des Monats Juli


Ardha-Chandrasana

Ardha bedeutet halb, Chandra ist der Mond.

Positive Wirkungen:

  • trainiert die Wirbelsäule und Rückenmuskeln
  • korrigiert falsche Schulterhaltung
  • lindert Ischiasbeschwerden
  • verbessert die Durchblutung der Füße
  • lindert Magenschleimhautentzündung und Sodbrennen
  • korrigiert Gebärmuttersenkung
  • wirkt als einziges Asana im Stehen gegen Müdigkeit (bei Ausführung gegen eine Wand)

Ich empfehle diese Asana immer wieder einmal gestützt gegen eine Wand zu üben. Du entwickelst dadurch einen Sinn für die korrekte Ausrichtung, die Länge der Vorderseite des Rumpfes, die Öffnung des Brustraumes und des Beckenraumes und die korrekte Ausbreitung des Schultergürtels über die Verlängerung der Armlinie. Es ist nicht wichtig, dass die obere Hand zur Wand kommt, es ist das Schulterblatt welches, wenn möglich, zur Wand kommt.
Das Standbein steht senkrecht und das gehobene Bein ist in Verlängerung zur Rumpfseite.
Nachdem Du an der Wand geübt hast, nimm all die Eindrücke mit und finde sie wieder im freien Stehen.

Asana des Monats Juni


Utthita-Trikonasana

Utthita – bedeutet ausgebreitet, ausgestreckt
Trikona – Dreieck

Wenn man die Haltung betrachtet bildet sie viele Dreiecke:
Ein großes Dreieck bildet sich von deinem hinteren Fuß zu deinen Händen, ein weiteres wird von deinen Beinen gebildet und schließlich noch eins von deinem vorderen Bein über die Flanke zum Arm.

Die positiven Wirkungen:
Es kräftigt die Beine, die Fußgelenke, die Knie und die Hüften, andererseits wird auch die Geschmeidigkeit der Gelenke verbessert.
Die Waden, die Hüften, die rückwärtige Beinmuskulatur und die Leistengegend werden gedehnt.
Der Brustkorb und die Schultern geöffnet, die Verdauung verbessert und Schmerzen im unteren Rücken gemildert.

Im Kurs erlernen wir eine stabile, solide, kräftige und ausbalancierte Basis einzurichten um die korrekte Ausrichtung des gesamten Körpers zu bekommen.

Asana des Monats Mai

Adho-Mukha-Shvanasana

Bedeutung des Namens:
Adho – nach unten,
Mukha – Gesicht,
Shvana – bezeichnet einen Hund.

Für mich als Lehrerin gibt Adho-Mukha-Shvanasana einen guten Überblick, einerseits über die Gruppe insgesamt und andererseits über den einzelnen Schüler. Ich habe mir schon oft gedacht es wäre interessant, den ersten „Hund“ photographisch festzuhalten und z.B. ein zweites Foto nach einem oder zwei Jahren zu machen. Ich finde es immer sehr erfreulich, wie sich die Haltung entwickelt. Es sind nicht nur die körperlichen Möglichkeiten tiefer in die Haltung zu kommen, sondern auch die Bewusstheit und Präsenz, welche sich ausbreitet.

Wenn man erschöpft ist, nimmt ein längeres Verweilen in dieser Stellung die Müdigkeit fort und bringt die verlorene Energie zurück. Die Stellung ist besonders gut für Läufer, die nach einem harten Wettlauf müde sind. Kurzstreckenläufer entwickeln Schnelligkeit und Leichtigkeit in den Beinen. Die Stellung mildert Steifheit und Schmerzen in den Fersen. Die stärkt die Fußgelenke und gibt den Beinen eine gute Form. Die Übung dieses Asanas hilft Steifheit in den Schultern zu entfernen, auch wird Arthritis in den Schultergelenken gemildert. Die Bauchmuskeln werden zur Wirbelsäule hingezogen und gestärkt. Da sich das Zwerchfell zur Brusthöhle hin hebt, verlangsamen sich die Herzschläge. Diese Stellung hebt die Stimmung.

Wer Angst vor Shishasana (Kopfstand) hat, kann, wenn er will, diese Stellung üben. Da der Rumpf hier gesenkt und ganz ausgestreckt ist, wird gesundes Blut diesem Bereich, ohne irgendwelche Anstrengungen des Herzens, zugeführt. Das verjüngt die Gehirnzellen und belebt das Gehirn. Die Müdigkeit vergeht. Auch Menschen, die unter zu hohem Blutdruck leiden, können diese Stellung üben.

Na, wenn das keine Motivation zum Üben ist!!!

Die Wirkungen entnehme ich aus dem Buch „Licht auf Yoga“ von B.K.S. Iyengar (Seite 99)

Asana des Monats April

Salamba-Sarvangasana ist die Mutter aller Asanas. Dieses Asana sucht, Harmonie und Freude im Körper herzustellen und hat unter anderem positive Wirkung auf die Drüsen des Körpers. Es bringt dem Übenden Vitalität und Stärke, neues Leben strömt in ihn.
Achte bei Salamba-Sarvangasana, dass die Arme schulterbreit geöffnet und die Schultern fest auf der Unterlage sind. Das ganze Körpergewicht wird von Hals und Schultern getragen. Halte Beine und Rücken so ruhig wie möglich. Das Becken und die Beine sollten im Lot sein.

Niralamba-Sarvangasana II (sinngemäß ohne Stütze) ist schwieriger auszuführen, da das Körpergewicht auf den Halsmuskeln, dem Rücken und dem Bauch liegt. Diese werden dadurch gekräftigt.